Grossrollerfreunde-Kassel
  Pfälzer Wald-Elsaß 2015
 

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21.- 28. Juni 2015

 Pfälzer Wald - Vogesen - Elsaß
 
Am 21. Juni war es endlich soweit. Die sonnigen Tage waren vorüber, also ein guter Zeitpunkt für eine Rollertour (Hahaha!). Wir sind es ja gewohnt, nichts kann uns mehr abhalten. Also starteten wir pünktlich um 7 Uhr, dem Wolkenhimmel trotzend - ohne Regenkombi. Für die Anfahrt hatten wir uns entschieden über die A5/A7 zügig der Heimat zu entfliehen. Bei dichteren Wolken und gelegentlichen Schauern kamen wir aber bei mäßigem Verkehr gut voran und verließen bei Wörrstadt die Autobahn. Nach Betanken der Roller und einem kleinen Imbiß konnten wir uns nun dem gemächlicheren Teil der Strecke widmen. Es blieben uns etwa 140 km bis zu unserem ersten Quartier in Ramberg (Pfalz), das war locker zu machen. Der Himmel war auch aufgerissen und es schien sich ein wenig zu bessern. Durch die "Rheinhessische Schweiz" - vorbei an Kirchheim-Bolanden über Eisenberg steuerten wir nun die "Deutsche Weinstraße" an. Zuvor gönnten wir uns in Neu-Leiningen eine längere Pause und schlenderten dort durch die Burganlage. Auf der Weinstraße kamen wir dann von Bad Dürkheim bis Edenkoben durch eine Vielzahl herrlicher Orte, die eine längere Pause verdient hätten. St. Martin ließen wir uns aber nicht entgehen. Auf der Strecke dort hin konnten wir das majestätische Hambacher Schloß sehen, bei dem (inzwischen) herrlichen Wetter pilgerten Besucher wie die Ameisen zum Schloß. Wir entschieden uns für einen ausgiebigen Bummel durch St. Martin und eine Tasse Kaffee, die wir uns ja nun auch verdient hatten. Das hektische Einräumen der Schirme und Sitzkissen verhieß nichts Gutes - eine dicke schwarze Wolke schob sich über uns bis ins Rheintal. 12 km trennten uns von unserem Quartier-11 km davon im strömenden Regen! Ein denkwürdiger Tagesabschluß - es kann nur besser werden.

Das Quartier in Ramberg war solide, ein Landgasthof mit zugehörigem Gästehaus. Großzügige Zimmer (eigentl. Ferienwohnungen), sehr gute Pfälzer Hausmannskost - rundum bestens !

In trocknen Klamotten ging es dann am Montag quer durch den Pfälzer Wald. Wegen der herrlichen Strecke nahmen wir den Weg über St. Martin nach Frankeneck - Weidenthal - Hochspeyer - zum Bikertreff "Johanniskreuz". Inzwischen hatte es sich zugezogen, naja es regnete, und mangels 
Besucher war die erste Kneipe dann auch zu. Wir fanden aber noch eine Hütte und machten erst mal Pause. Aufwärmen und Stärken, danach fuhren wir über Waldfischbach-Burgalben - Leimen nach Annweiler, vorbei an der Burg Trifels - und verkürzten unsere Tour schnurstracks Richtung Ramberg.

Am Dienstag war dann der südliche Bereich des Pfälzer Waldes vorgesehen. Annweiler, Hauenstein und Dahn - die "Deutsch-Französische Touristikroute" - vorbei an Wissembourg - Bad Bergzabern - Klingenmünster zum Quartier. Gelegentliche Schauer konnten uns wie immer nichts anhaben und von nichts abhalten. Es war trotz allem ein schöner Tag.

Für Mittwoch war dann Quartierwechsel angesagt und als aller erstes kamen die Regenklamotten ganz unten in den Koffer. Das hat dann auch geholfen! In Wissembourg machten wir eine Kaffeepause und einen Stadtbummel. Wir besichtigten den historischen Stadtkern, bei bestem Wetter eine willkommene Abwechslung. Dann fuhren wir Richtung Bitche durch den "Naturpark Nordvogesen" - grobe Richtung "la Petite-Pierre". Ein wunderschönes Städtchen, gemütlich und einladend - achso Kaffeepause ! Über Phalsburg - Dabo erreichten wir dann unser Quartier in Wangenbourg-Engenthal. Ein 2-Sterne Haus, sehr sauber und gepflegt, derzeit gerade im Besitzerwechsel. Wir waren sozusagen "unter uns" und wurden sprichwörtlich verwöhnt. Der Chef kocht selbst - und das kann er !

Nach erholsamer Nacht und reichlichem Frühstück starteten wir am Donnerstag in Richtung Elsaß - nach Turckheim, dort blieben wir dann bis zum Samstag. Die Strecke verlief über den Col du Nideck - Oberhaslach - Schirmeck. In "Le Struthof" besichtigten wir das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Eine Besichtigung, die erschauern läßt, Gänsehaut und Beklommenheit waren ständige Begleiter. Ich erspare uns hier, Details zu berichten, empfehle aber, den obigen Link einmal anzuklicken und sich zu informieren. Nachdenklich und besinnlich ging die Fahrt über den "Col de la Charbonniere" - "Col de Steige" zum "Col du Bonhomme". Eine kurze Kaffeepause und dann die Abfahrt nach Kaysersberg. Hier war dann wieder Besichtigung angesagt. Das Geburtshaus von Albert Schweitzer und natürlich der museumsartige Ortskern mit den Storchennestern. Von hier aus war es dann nur noch ein Katzensprung nach Turckheim. Das dortige Hotel, in dem wir dann für zwei Nächte blieben, war sehr ordentlich in jeder Hinsicht - mit ausgesprochen umfangreichen Frühstücksbuffet.

Der Freitag gehörte noch mal ganz den Pässen. Über "Les Trois-Epis" und über den "Col du Calvaire" ging es nochmals über den 
"Col du Bonhomme". Die Abfahrt nahmen wir über Plainfing und schlichen uns nun an den "Col de la Schlucht". Auf der Passhöhe machten wir Pause und wie immer trafen sich hier unzählige Biker. Bei schönstem Wetter konnten wir die Abfahrt genießen und weit ins Land blicken. Schade, dass es in der Abfahrt so wenige Gelegenheiten gibt, Fotos zu schießen. Auf Wunsch einer einzelnen Dame machten wir in Munster noch eine "Storchenpause" um dann auf verwegenen kleinen Sträßchen nach Eguisheim zu fahren. Für mich persönlich ist es der schönste Ort im Elsaß und so war ein Stadtrundgang obligatorisch. Es hat sich gelohnt.

Samstagmorgen ging es dann iin der Regenkombi - aber noch ohne Regen - Richtung Heimat. Die Strecke führte uns über Colmar - Richtung Straßburg - Offenburg (D). Über die Autobahn ging es nach Karlsruhe und weiter über die Bundesstraße nach Heilbronn. In Bretten gab es noch ein kleines Frühstück und runter mit den Regensachen ! Die Sonne schien und wir fuhren vor einer Regenwand - aber trockenen "Fußes" Richtung Rothenburg o.d.T. Über Bad Wimpfen fuhren wir dann durch das Tal der Jagst - hmmm Flußaufwärts?. Egal - eine tolle Strecke mit der Bekanntschaft von "Götz von Berlichingen".... die Sprüche sind uns ja sehr geläufig... Am frühen Nachmittag erreichten wir Rothenburg und unser Hotel. Ein Bikerhotel in das sich außerdem ca. 30 japanische Touristen verirrt hatten. Aber auch hier alles ok und dem Preis angemessen. Am frühen Abend stand dann noch ein kleiner Stadtrundgang auf dem Programm - so viel Kultur muß sein.

Der Rest ist schnell erzählt. Sonntagmorgen auf die Autobahn und in Hammelburg wieder runter. Dann ließen wir es langsam laufen .... entlang des Vogelberges - Hersfeld - Bebra - Rotenburg. Am Fuß des Alheimers auf dem "Hof Guttels" kurze Einkehr zu Kaffee und Kuchen (Waffeln/Erdbeeren/Erdbeereis und Sahne) ..... das hatten wir uns verdient, nach 1.875 km !

Wir waren in folge der Erkrankung eines Mitfahrers somit mit drei Rollern unterwegs, natürlich mit Sozi Irene. Kein Genörgele - kein Gemähre - Essen und Trinken sehr gut - was will ein Rollerherz mehr ? 



   








 
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